Ausflugsziel-Wildpark Josefslust in Sigmaringen

Eine Tageswanderung im Musterländle

10.07.2009 Monika Hermeling

Historische Hintergründe und eine detailgetreue Beschreibung der Wegstrecke von Sigmaringen/Sigmaringendorf aus, verbinden im Urlaub Spaß und Kultur.

Für viele Menschen werden die Naherholungsgebiete in der Umgebung ihrer Heimat für Wochenendausflügen, und Kurzreisen mit oder ohne Kindern immer wichtiger. Hier kann, auf Trimmwegen; der Körper gestärkt, die Gesundheit durch entspannende Spaziergänge gefördert werden. Eines der beliebten Ausflugsziele nicht nur im Urlaub, ist der Wildpark Josefslust in Sigmaringen/Baden-Württemberg. Wer so eine Erholung direkt vor der Haustür hat, tut gut daran sie zu nutzen. Im Wildpark Josefslust gibt es zusätzlich einen Tierbestand von 120 Tieren in fünf Arten im Freigehege anzusehen. Es wird kein Eintrittsgeld erhoben.

Der Hohenzollerische Wildpark Josefslust

Der Hohenzollerische Wildpark Josefslust liegt in Baden-Württemberg, im Herzen des Sigmaringer Forstes Im Jahr 1727 ließ Fürst Joseph, Friedrich von Hohenzollern dort ein Jagdschlösschen erbauen, dass den Namen Josefslust erhielt. Im 18. Jahrhundert, als der Wildpark noch nicht eingezäunt war, gab es dort viel Wild. Zum Leidwesen der umliegenden Landwirtschaften wurde oft zu Jagdgesellschaften eingeladen. Erst im Jahr 1790, unter Fürst Anton Aloys, wurde der Wildpark, zur Abwendung von Wildschäden auf den umliegenden Feldern, eingezäunt. An Stelle des alten Jagdschlösschens wurde im Jahre 1830 ein neues Jagdschloss errichtet. Dieses ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. In ihm befand sich früher die Trophäe des letzten württembergischen Wolfs, der im Januar 1831 erlegt wurde und jetzt in der Hubertushalle im Schloss Sigmaringen "lebt". Heute umfasst der als besonders schutzbedürftig ausgewiesene Wald eine Fläche von rund 1500 Hektar. Davon sind um Josefslust, 720 Hektar als Wildpark eingezäunt. Der nährstoffreiche Waldboden weist, laut Landesentwicklungsplan, eine überdurchschnittlich hohen Zuwachs- und Ertragsleistung auf. Besucher wissen es zu schätzen, dass sich gleich am Eingang, auf dem Gelände des ehemalige Jagdreviers der Hohenzollern-Fürsten ein übersichtlicher Lageplan befindet. Mit seiner Hilfe können die Besucher einen Rundgang unterschiedlicher Länge planen. Dort sind auch, für Kinder und Besucher die Tiere gleich aus der Nähe bestaunen wollen, unter schattigen, alten, sehr großen Bäumen, zwei große Gehege mit Wildschweinen angelegt. Die größeren Eber sind sorgfältig von den Muttersauen und den im Frühjahr zahlreichen Frischlingen getrennt. Viele Bäume entlang der gut befestigten Hauptwege, vor allem in der Richtung zum Ablacher Weiher, wurden mit Namensschildern versehen. Sie werden von den Besuchern vielfach durch ihr Alter und den enormen Umfang der Stämme bestaunt.

Wegbeschreibung von Sigmaringen zum Wildpark Josefslust

Von Sigmaringen aus ist der Wildpark in etwa 40 Minuten, auf angenehmen Wanderwegen, zu erreichen. Von der Karlstraße, in Richtung Hedinger Kirche, besteht die Möglichkeit die Bergstraße hoch zu laufen. Je nach Wetterlage kann nun die Treppe bis ganz oben bestiegen werden (es gibt in halber Höhe eine Bank) oder in halber Höhe links in den Wald abgebogen werden. Eine Beschilderung gibt es nicht. Wer aber die ungefähre Richtung einhält, kann nicht fehl laufen. Oben auf dem Berg führt der Weg an der Sigmaringer Katzenpension mit dem Auslauf auch für Ziegen vorbei. Das Industriegebiet Wachtelhau wird rechts liegen gelassen. Durch den Wald wird das Industriegebiet großräumig (nach rechts orientieren) umwandert. Es besteht nun die Möglichkeit an einer nur selten befahrenen Straße vorbei zu wandern, eine Straße zu queren und dann durch eine Unterführung direkt zu einem der Parkplätze vor dem Wildpark Josefslust zu wandern. Wer die Treppe zur Bergstraße bis nach oben besteigt, kommt bei der Alten Krauchenwieser Straße aus. (Dieser Weg empfiehlt sich bei regnerischem Wetter) Der Weg führt am Rande des im Grünen gelegenen Industriegebietes Wachtelhau. Standpunkt parallel zur Bundesstraße 313 kann der Wanderer links oder rechst der Straße auf einem Wanderweg laufen. An der rechten Seite ist bald ein großes Gitter zu sehen. Dort beginnt der Park.

So starten Wanderer von Sigmaringendorf zum Wildpark Josefslust

Schön ist die Strecke auch von Sigmaringendorf, quer über den Berg, über Felder und Weiden, aus. Die Ausflügler, die den Weg hinter der Kapelle einschlagen und diesen zügig immer weiter bergan verfolgen, können in etwa 50 Minuten im Wildpark sein. Es empfiehlt sich, wenn Kinder mit wandern, Essen und Trinken mitzunehmen, denn Erfrischungen können unterwegs oder im Park nicht gekauft werden. Ein Abenteuer sind die Wanderrouten auf jeden Fall, denn sie werden von Einheimischen nur an den Wochenenden mit schlafwandlerischer Sicherheit genutzt. Aus diesen Gründen ist der Wanderer meist ganz auf sich selbst angewiesen. Es ist schön, wenn man sich schon auf dem Weg zu seinem Ziel etwas mit dem Wildpark beschäftigt. Ein weiteres Ausflugsziel könnte das Pfrunger Ried sein.

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Hirsch im Eingangsbereich, Monika Hermeling Hirsch im Eingangsbereich
Eingang Wildpark Josefslust, Monika Hermeling Eingang Wildpark Josefslust